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FiuggiTerme

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Das Wasser von Fiuggi

Die Geschichte, die Eigenschaften und das Ritual der Kur, die Fiuggi weltweit berühmt gemacht haben.

Fiuggi wäre nicht Fiuggi ohne sein Wasser. Es ist der Grund, warum seit über siebenhundert Jahren Reisende, Päpste und Künstler hierher in die Ernici-Berge kommen: ein Wasser oligomineral leicht, arm an Salzen und mit einem niedrigen festen Rückstand, das seit jeher mit dem Wohlbefinden der Harnwege verbunden ist.

„Das Wasser, das den Stein bricht“

Im Mittelalter hieß Fiuggi Anticoli di Campagna. Der Ruhm seines Wassers reicht bis nach Rom: Papst Bonifacio VIII., geplagt von Nierensteinen, lässt es in die Ewige Stadt bringen, um sich zu heilen. Zwei Jahrhunderte später ist es Michelangelo Buonarroti, der es feiert: In einem Brief von 1549 bedankt er sich für „das Wasser, das den Stein bricht“, das ihn von seinen Beschwerden befreit hat. Zwei Namen, die für sich allein schon eine Legende wert sind — und die noch heute die Identität der Stadt erzählen.

Die Eigenschaften

Das Wasser von Fiuggi ist als oligomineral klassifiziert und zeichnet sich durch einen niedrigen festen Rückstand und einen sehr geringen Natriumgehalt aus. Traditionell wird es für seine diuretische Wirkung geschätzt und um die Ausscheidung von Harnsäuren und kleinen Nierensteinen zu fördern.

Die Thermen bieten spezifische Kurse an: Bei medizinischen Indikationen ist es immer ratsam, sich an seinen Arzt oder die Spezialisten des Thermalbetriebs zu wenden.

Die zwei Quellen

Das Wasser sprudelt in zwei Thermalparks, dem Herzen der unteren Stadt:

  • Quelle Bonifacio VIII. — die bekannteste, eingebettet in einen Liberty-Park mit Pavillons, Alleen und Brunnen.
  • Quelle Anticolana — kleiner und umgeben von Grün, beliebt bei denen, die Ruhe suchen.

Das Ritual der Trinkkur

Die Trinkkur ist einfach und alt: Man trinkt das Wasser direkt an der Quelle, in kleinen Dosen und mehrmals am Tag, über mehrere aufeinanderfolgende Tage. Es ist ein langsames Ritual, das aus Spaziergängen zwischen den Alleen, Pausen auf den Bänken und Zeit für sich selbst besteht — das Gegenteil von Eile. Die Thermalsaison dauert in der Regel von Frühling bis Herbst.

Die Thermalstadt

Rund um die Quellen entstand zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert die Thermalstadt Fiuggi: die großen Hotels im Liberty-Stil, die Parks, das Theater und eine Tradition der Gastfreundschaft, die mit dem mittelalterlichen Dorf Fiuggi Città koexistiert, das höher gelegen ist. Noch heute lebt die Stadt von dieser zweifachen Seele: der Ruhe der Thermen unten, den steinernen Gassen oben.

Heute

Das Acqua Fiuggi wird in ganz Italien abgefüllt und vertrieben, aber der beste Weg, es kennenzulernen, bleibt nur einer: es an der Quelle zu trinken, mit den Ernici-Bergen um sich herum. Ein Ausflug zum Wohlbefinden, eine Stunde von Rom entfernt, der dem Körper guttut — und, sagen die Fiuggini, auch der Seele.